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Gebrauchter Sonntag für die U17

1:4-Demütigung bei der JFV D/A&Stade in Drochtersen

Artikel vom 21. September 2026

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    Zwei Stunden Anfahrt, lediglich ein Auswechselspieler und mehrere Akteure mit Trainingsrückstand – die Vorzeichen für die U17 waren beim Auswärtsspiel in Drochtersen alles andere als optimal. Am Ende stand auf dem engen Kunstrasenplatz eine verdiente 1:4-Niederlage gegen den JFV D/A & Stade, die aus Sicht der Gäste dennoch vermeidbar gewesen wäre.

    Die Gastgeber machten von Beginn an deutlich, dass sie an diesem Sonntag unbedingt als Sieger vom Platz gehen wollten. Stade war griffiger in den Zweikämpfen, agierte mit hoher Intensität und setzte Aller-Weser früh unter Druck. Dieser versuchte zunächst, sich mit kurzen Pässen aus dem Pressing zu lösen, fand damit jedoch kaum Lösungen. Das aggressive Anlaufen der Gastgeber und der starke Gegenwind erschwerten den eigenen Spielaufbau zusätzlich.

    Nach 15 Minuten ging D/A & Stade durch Jaric Jimenez-Voß mit 1:0 in Führung. Allerdings ging dem Treffer eine klare Abseitsstellung voraus. Auch bei einer weiteren spielentscheidenden Situation ging ein zuvor nicht geahndetes Foulspiel voraus. Schiedsrichter Mattis Reinecker leitete die intensive Partie engagiert, aber ohne Fingerspitzengefühl und verteilte im Verlauf zahlreiche Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte.

    Mit dem knappen 0:1 ging es in die Pause. Für den zweiten Durchgang hatte sich Aller-Weser vorgenommen, den nun eigenen Rückenwind stärker zu nutzen, häufiger mit langen Bällen zu agieren und konsequenter auf die zweiten Bälle zu gehen. Doch genau in dieser Phase gelang es nicht, nach Ballverlusten schnell genug umzuschalten.

    Das nutzte Stade eiskalt aus. Arne Ebeling erhöhte in der 42. Minute auf 2:0, nur zwei Minuten später traf Jimenez-Voß erneut. Der Doppelschlag unmittelbar nach dem Seitenwechsel stellte die Partie früh auf 3:0. In der 52. Minute sorgte Alexej Diner per Strafstoß schließlich für das 4:0.

    Noch einmal Hoffnung kam auf, als Mika Müller auf dem Weg zum Tor zu Fall gebracht wurde und sein Gegenspieler die Rote Karte sah. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Len Gieseler in der 55. Minute zum 1:4. In Überzahl bot sich Aller-Weser damit noch einmal die Chance, Druck aufzubauen und das Spiel zumindest enger zu gestalten. Doch mehr sollte an diesem Nachmittag nicht mehr gelingen.

    So blieb es bei einer Niederlage, die weniger wegen des Ergebnisses als aufgrund des eigenen Auftritts schmerzte. Vieles von dem, was die Aller-Weser Panthers in den vorangegangenen Spielen ausgezeichnet hatte, war an diesem Sonntag kaum zu sehen. Vor allem fehlten über weite Strecken der Glaube an die eigene Stärke, die notwendige Konsequenz und der unbedingte Wille, sich gegen die schwierigen Bedingungen zu stemmen.

    Trainerfazit:

    „So etwas frustriert mich natürlich enorm. Ich fahre nicht vier Stunden Auto, um am Ende mit leeren Händen dazustehen und vor allem so eine Leistung abzurufen. Da dürfen und müssen sich alle hinterfragen und diese Woche im Training sowie am Sonntag gegen Scheeßel eine Reaktion zeigen.“

    Nach diesem gebrauchten Sonntag heißt es es nun: aufarbeiten, im Training neue Energie sammeln und beim nächsten Spiel wieder das Gesicht zeigen, das die Mannschaft in den Wochen zuvor ausgezeichnet hatte.