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Eine Halbzeit Hoffnung, eine Lektion danach

Bieling hält lange dicht – Sabzog schnürt nach der Pause den Dreierpack beim 3:0

Artikel vom 19. April 2026

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    Es war ein Spiel mit zwei Gesichtern: Vor der Pause zeigten die Aller‑Weser‑Panther in Cuxhaven genau die Mischung aus Ordnung, Mut und Biss, die auswärts Punkte verspricht. Nach dem Seitenwechsel dagegen reichte eine Phase mit Ballverlusten und schwachem Umschalten, um die Partie aus den Händen zu geben. Am Ende jubelte Cuxhaven über ein klares 3:0 – und Henri Sabzog über einen Dreierpack.

    Cuxhaven setzte früh ein Zeichen, als ein Distanzschuss den Pfosten küsste. Doch die Panther blieben ruhig, standen kompakt und kamen selbst zu Momenten: Keeper Julius Bieling parierte mehrfach stark, Güney Dag tankte sich kurz vor der Pause durch, zielte aus 16 Metern aber zu hoch. Das 0:0 zur Halbzeit war verdient – und ein Fingerzeig, dass hier etwas mitzunehmen war.

    Die zweite Hälfte begann furios: Ein langer Ball der Gäste fand Jannes Adam, doch der Cuxhavener Torhüter räumte die Szene per Kopf spektakulär ab. Dann kippte das Spiel. Ein Fehler im Aufbau, ein schnelles Umschalten – 1:0. Aller‑Weser öffnete, suchte mit Freistößen und Abschlüssen die Antwort, lief aber ins offene Messer. Aus spitzem Winkel fiel das 2:0, in der Schlussphase – nach erneutem Ballverlust in Spielaufbau – die Entscheidung. Dreimal hieß der Vollstrecker: Henri Sabzog, Cuxhavens Nummer 7, der sich damit auch den inoffiziellen „Man of the Match“-Titel sicherte.

    Trainer Jörg Müller nahm sein Team offen in die Pflicht: In Hälfte eins hätten „Einstellung, Ordnung, Aufbauspiel und Zweikampf“ gestimmt; nach der Pause sei das Umschaltspiel nach Ballverlusten „ganz schlecht“ gewesen, einige hätten ihre Aufgaben nicht wahrgenommen – eine verdiente Niederlage, „auch in der Höhe“. Deutlicher kann ein Arbeitsauftrag für den Rest der Saison kaum sein.

    Tabellarisch verschafft sich Cuxhaven mit nun 9 Punkten wieder Anschluss nach oben. Aller‑Weser bleibt bei 3 Zählern im Abstiegskampf, hat aber mit der starken ersten Hälfte einen klaren Bauplan in der Hand: kompakt bleiben, sauber aufbauen – und vor allem Ballverluste besser absichern.

    Der Blick geht nach vorn: Nächste Woche wartet der JFV D/A & Stade e.V. – erst mit einem Zähler, zuletzt aber zweimal 3:4 gegen die Top‑Clubs Uphusen und AOBHH und jeweils dreimal getroffen. Ein Gegner, der beißt, egal was die Tabelle sagt. Bringt Aller‑Weser die Disziplin der ersten 40 Minuten über die volle Distanz und schärft das Umschaltspiel, sind die nächsten Punkte nur eine Frage der Zeit.