U16-Drama in der Nachspielzeit

Aller-Weser bringt Topfavoriten AOBHH an den Rand einer Niederlage
Artikel vom 7. März 2026
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Der JFV Aller-Weser hat dem haushohen Favoriten AOBHH alles abverlangt und stand am Ende trotz einer starken Vorstellung unglücklich mit leeren Händen da. Beim 1:2 zeigte die Mannschaft eine taktisch disziplinierte und kämpferisch starke Leistung, die beinahe mit einer Überraschung belohnt worden wäre. Von Beginn an setzte Aller-Weser auf eine kompakte Defensive und machte mit zwei eng gestaffelten Fünferreihen vor dem eigenen Strafraum die Räume konsequent dicht. Der favorisierte Gegner fand in der ersten Halbzeit kaum ein Durchkommen und kam zu keiner nennenswerten Torchance. Stattdessen setzte der JFV selbst den ersten Wirkungstreffer: In der 20. Minute eroberte Güney Dag den Ball und spielte ihn ins Zentrum auf den erneut stark aufspielenden Yosuf Alkatheeb. Der blieb vor dem Tor ganz cool, lief alleine auf den Keeper zu und schob überlegt zur 1:0-Führung für Aller-Weser ein.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Aller-Weser stabil, diszipliniert und gefährlich. Die große Chance zum 2:0 hatte Magnus Peters: Gekonnt legte er den Ball am Torhüter vorbei, zögerte dann jedoch einen Moment zu lang und traf am Ende nur den Pfosten.
Ein Knackpunkt der Partie war dann eine Zeitstrafe gegen Güney Dag kurz vor dem Ausgleich. Der bereits verwarnte Aller-Weser-Spieler musste nach seinem dritten Foul für einige Minuten vom Feld. Eine äußerst harte Entscheidung, die den Spielverlauf spürbar beeinflusste. Umso mehr sorgte sie auf Aller-Weser-Seite für Unverständnis, weil der Schiedsrichter bei einer harten Aktion eines AOBHH-Stürmers, der mit dem Knie gegen den Kopf eines Aller-Weser-Spielers ging, lediglich die Gelbe Karte zeigte. Auch einige weitere Entscheidungen wirkten aus Sicht des JFV unglücklich, etwa wenn Pfiffe erst mit Verzögerung und teilweise nach Zurufen erfolgten.
Trotz der späten Niederlage überwog nach dem Abpfiff der Stolz auf die gezeigte Leistung.
„Ich bin stolz auf die Leistung der Jungs. Sie haben es taktisch top gemacht und sich in dieses Spiel reingebissen. Gegen so einen Gegner braucht man dann halt über 80 Minuten plus Nachspielzeit auch das nötige Spielglück“, lautete das Fazit aus dem Aller-Weser-Lager.
